Freitag - 17.06.2022 - Svenningdal - Torghatten


Back on track - wir sind an der Westküste



Mit der gestrigen Etappe haben wir unseren Exkurs an die schwedische Küste beendet und folgen nun wie ursprünglich geplant der norwegischen Westküste - nur eben in umgekehrter Richtung.

Wir stehen spät auf und der Platz leert sich weitgehend bevor wir überhaupt frühstücken. Klassischer Fall von E6-Übernachtungsplatz. Man trifft hier viele Nordkapp-Reisende, die in wenigen Tagen komplett durch Norwegen rauschen (mal eben gut 2.500 km), die haben natürlich keine Zeit zu verschenken.

Wir fahren auf der E6 nur ein kurzes Stück bis Tosbotn, wo wir bei ut.no eine Wanderung in ein Hochtal aufgetan haben. Die Gegend entlang der 76 zwischen der E6 und der Küste war uns vor einem Jahr aufgefallen - wunderschön, aber kaum touristisch genutzt. Die Wanderung führt tatsächlich in ein landschaftlich schönes und menschenleeres Hochtal. Der Weg ist allerdings sehr weich und schlammig (vermutlich bessert sich das später im Jahr) und einerseits von einem Quad zerwühlt andererseits auch ziemlich zertrampelt. Die Schuldigen (eine Schafherde) lernen wir später noch kennen.

Auf ca. halber Strecke und nachdem wir an einer Jagd- oder Hirtenhütte vorbeigelaufen sind, verliert sich der Weg komplett im Gebüsch / Wald. Nur mit GPS-Hilfe kann man den Verlauf erahnen. Wir stoßen im Wald auf eine Schafherde, die uns ziemlich beharrlich anbettelt. Wir machen kurz Rast auf einer Anhöhe und kehren dann zurück - zum Glück hatten wir hohe Bergschuhe an, sonst hätte es definitiv nasse Füße gegeben.

Nach der Tour fahren wir zum Einkaufen nach Brønnøysund und dann auf die Insel Torget, wo wir wieder den schönen Campingplatz direkt unterhalb des Torghatten besuchen. Es ist noch immer Vorsaison, der Platz ist noch ziemlich leer.


morgens direkt am Campingplatz

unterwegs nach Tosbotn

Straßentunnelblick

Energie à la Norvège - ein Turbinenhaus im Wald

unser Weg - festes (und dichtes) Schuhwerk wird empfohlen

Weg gesucht - biete Bach

der Bettelorden

Rast im Nirgendwo

Frühlingsfarben im Norden

folgen Sie dem Straßenverlauf - bitte!




Samstag - 18.06.2022 - am Torghatten




Torghatten - das ist der berühmte Berg auf der Insel Torget bei Brønnøysund. Er ist so berühmt, weil er in der Mitte ein großes Loch hat um das sich die Legenden ranken. Man kann auf einer kurzen Bergtour durch das Loch hindurchwandern (was wir schon 2x gemacht haben). Wir legen heute einen Ruhetag am Torghatten ein. Das Wetter ist wie angekündigt recht wechselhaft, aber zwischen den Regenschauern erkunden wir die direkte Umgebung des Campingplatzes, also die felsige und moorige Küste. Am Abend laufen wir den Rundweg um den Torghatten herum.


Camping am Torghatten

Frühlingsblumen

Frühlingsblumen

die Helgelandsküste ist eindrucksvoll

Frühlingsblumen

Frühlingsblumen

Frühlingsblumen

Blick Richtung Schottland

Frühlingsblumen

Frühlingsblumen

schöner Sandstrand auf Torget - Neoprenanzug mitbringen

Torghatten mit Loch

Frühlingsblumen

moosbezogene Steine im Wald

die Farm zum Berg




Sonntag - 19.06.2022 - Torghatten - Namsos


Fahrtag entlang dem Fv17



Wir stehen recht spät auf und verlassen dann die Insel Torget. Bei Brønnøysund erreichen wir wieder die Fv17. Dieser Strecke folgen wir im Verlauf des Tages bis nach Namsos, incl. einer kurzen Küstenfähre. Das Wetter ist meist bedeckt.


Ladestation für die Fähre - inzwischen ein normaler Anblick in Norwegen

unterwegs in Westnorwegen

unterwegs in Westnorwegen




Montag - 20.06.2022 - Namsos - Ekkilsøya bei Kristiansund


vorbei an Trondheim und zurück an die Küste



Von Namsos geht es heute weiter auf dem Fv17 bis zu dessen Ende nördlich von Steinkjer. Weiter folgen wir der E6 in südlicher Richtung und später (ab Trondheim) der E39 bis nach Kristiansund. Die E6 im Norden von Trondheim wird an einigen Stellen gerade neu trassiert, was den Verehr etwas behindert. Ansonsten absolvieren wir diese Fahretappe bei schönem Wetter und kommen gegen 17:30 Uhr am Camp Skjerneset auf der kleinen Insel Ekkisøya an. Eigentlich ein Anglercamp, hat der Platz auch Stellplätze für Wohnmobile. Laut den Hinweisschildern ist er kein Campingplatz mehr, aber wir dürfen bleiben - und sind nicht die einzigen.

Die Küstenlandschaft ist hier wieder einmalig schön, wir werden sie morgen etwas näher erwandern und auch "erfahren" - der Atlantikweg wartet.


Impressionen von unterwegs

Impressionen von unterwegs

Impressionen von unterwegs

Impressionen von unterwegs

Pancakes werden serviert mit Buttercreme oder mit braunem Käse

alte Brücke - neue Brücke




Dienstag - 21.06.2022 - Ekkilsøya - Bud


Regentag



Über Nacht ist schlechtes Wetter aufgezogen und heute beginnt es pünktlich zum Frühstück zu regnen. Wie fahren zum Atlantikweg - den kennen wir bereits bei gutem und schlechtem Wetter. Bei Sonnenschein ist er absolut spektakulär, bei Regen und Wind traut man sich nicht vor die Autotür - heute ist letzteres der Fall.

Wir fahren nur noch bis Bud, wo wir auf dem Plus Camp einen Waschtag einlegen und den Regentag abwettern. Am Nachmittag hört der Regen auf und wir spazieren auf dem Küstenweg bis in den Ort Bud. Wir waren zuletzt vor 15 Jahren hier und es hat sich viel verändert. Aus dem alten, oft ärmlichen Fischerort ist ein fast nobler Hafenort geworden, die Fischerhütten sind saniert und mit stilähnlichen Neubauten ergänzt. Natürlich ist das nicht mehr wie "früher", sieht aber schick aus.


Atlantikweg im Regen

Atlantikweg im Regen

Impressionen aus Bud

Impressionen aus Bud

Impressionen aus Bud

Impressionen aus Bud




Mittwoch - 22.06.2022 - Bud - Fagervik


Atlantikweg - 2. Versuch



Heute ist das Wetter deutlich besser - es ist den ganzen Tag über wechselnd bewölkt mit sonnigen Abschnitten. Nachdem wir gestern ja eine Wanderung nicht machen konnten und das Wetter ab Atlantikweg auch zum Davonfahren war, kehren wir heute noch einmal dorthin zurück. Die Küstenlandschaft hier am Atlantikweg ist wunderschön, aber eben nicht bei Regen mit tiefhängenden Wolken.

Wir fahren teilweise über Nebenstraßen von Bud wieder zum Atlantikweg und stoppen dort zweimal, um ein bisschen die Gegend zu erkunden. Danach geht es zu dem Parkplatz, wo die Wanderwege zur Höhle Bremsneshula und dem Berg darüber starten. Wir wandern zunächst auf den Berg und sehen uns danach die Höhle an. Diese ist frei zugänglich und sehr groß und hoch. Alte Besiedlungsspuren sind hier gefunden worden. Nach einem weiteren Stop an der Küste fahren wir nochmals zurück über den Atlantikweg und nach Molde. In Molde herrscht reger Berufsverkehr, wir rollen bis zur Fähre nach Vestnes. Von dort aus ist es nicht weit bis zu dem schönen kleinen Campingplatz in Fagervik bei Tresfjord - eine Entdeckung aus dem vergangenen Jahr. Abends zieht leider wieder Regen auf.


Atlantikweg 2.0

Atlantikweg 2.0

Atlantikweg 2.0

Atlantikweg 2.0

Atlantikweg 2.0

Tour zur Bremsneshula

Tour zur Bremsneshula

Blick auf Kristiansund (mit Sund in der Bildmitte)

Tour zur Bremsneshula

der Eingang der Bremsneshula (Höhle)

in der Bremsneshula

in der Bremsneshula

in der Bremsneshula

Tour zur Bremsneshula

Atlantikweg, die dritte (Durchfahrt)

Atlantikweg, die dritte (Durchfahrt)




Donnerstag - 23.06.2022 - Fagervik - Gøksøyr auf Runde


mal wieder ans Ende der Welt



Wie angekündigt beginnt der Tag regnerisch. Wir fahren heute weitgehend auf der E39 von Fagervik an Aalesund vorbei bis auf die Insel Runde. Auf dieser Insel - bekannt für Vogelbrutfelsen - waren wir ja schon mehrfach, aber bisher immer später im Jahr. Deswegen haben wir hier noch nie Papageientaucher beobachten können. Die faszinierenden, kleinen Kerlchen haben wir bisher nur in Schottland auf den Trishnish Islands aus der Nähe gesehen. In diesem Jahr könnte es aber klappen.

Während wir durch Tunnel und über diverse Brücken zur Insel fahren wird das Wetter langsam freundlicher, allerdings ist es hier draußen noch recht stürmisch, die letzte Nacht soll recht ungemütlch gewesen sein. Wir kommen auf dem gut gefüllten Campingplatz in Gøksøyr gegen 13:30 Uhr an und erwischen einen der letzten Plätze. Danach warten wir bis zum Abend, bis sich zumindest auf dem Campingplatz der Wind etwas gelegt hat. Nach dem Abendbrot wandern wir noch zu den Brutfelsen. Das ist hier auf Runde immer etwas anstrengend, weil das erste Stück Weg von der Küste auf das Hochplateau der Insel ziemlich steil ist. Dieses Wegstück ist wegen der zahlreichen Besucher geteert, mir ist aber bis heute nicht klar, wie man einen so steilen Weg teeren kann, ohne dass die warme Masse den Berg herunterläuft.

Oben bei den Klippen stürmt es noch immer und tiefe Wolken treiben über die Klippen. Aber es sind tatsächlich Papageientaucher da und wir können einige schöne Bilder machen.


Mündungsgebiet des Geirangerfjord

Mündungsgebiet des Geirangerfjord

unterwegs

unterwegs

über viele Brücken - der Weg nach Runde

über viele Brücken - der Weg nach Runde

Runde voraus

der steile Weg auf das Plateau - und ein Mühlenhaus

an den Klippen

an den Klippen

an den Klippen

an den Klippen

an den Klippen

an den Klippen

an den Klippen

Blick in Richtung Festland

Blick in Richtung Festland




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