Freitag - 24.06.2022 - auf Runde




In der Nacht hat es geregnet und am Morgen hängen noch tiefe Wolken über Runde. Wir stehen gemütlich auf und lassen dem Wetter Zeit. Tatsächlich beginnen die Wolken am späteren Vormittag hochzuziehen und wir machen uns auf zu einer Runde entlang der Vogelfelsen.

Tagsüber sind tatsächlich mehr Vögel auf See und wir bekommen nicht allzu viele vor die Kamera. Stattdessen sind die Stimmungsbilder mit den treibenden Wolkenfetzen sehr schön und die Kulisse ist sowieso unschlagbar. Zum Abend laufen wir dann noch ein drittes mal zu den Vogelfelsen. Es ist jetzt viel mehr Leben dort (Vögel und Fotografen) und wir können tolle Bilder von den Papageientauchern schießen.


Touristen auf Runde - im Hintergrund die Leuchtturmsiedlung

klar, wozu sollte der Bohlenweg sonst gemacht sein

auf Runde

auf Runde

auf Runde

auf Runde

auf Runde

auf Runde

auf Runde

auf Runde

Raubmöwe und ihr Jäger

auf Runde

auf Runde

auf Runde

Runde im Abendlicht

auf Runde

auf Runde

auf Runde

auf Runde

auf Runde

auf Runde

auf Runde

auf Runde

auf Runde

auf Runde




Samstag - 25.06.2022 - auf Runde




Heute machen wir einen faulen Tag und verbringen unsere Zeit am Campingplatz und in der direkten Umgebung. Gegen Abend gibt es ein paar kräftige Schauer, die unsere Pläne für eine letzte, abendliche Wanderung zu den Vogelfelsen absagen.


auf Runde

auf Runde

auf Runde

auf Runde

auf Runde

auf Runde

auf Runde

auf Runde




Sonntag - 26.06.2022 - Gøksøyr - Måløy


Besuch am Vestkapp



Nach dem Frühstück brechen wir in Runde auf und fahren weiter an der Küste entlang nach Süden. Wir fahren die Stichstrecke zum Vestkapp. Wir hatten fast schon vergessen, dass ein großer Teil der Straßen auf der Halbinsel einspurig ist und tatsächlich waren wir mit diesem Auto auch noch nicht dort. Die letzten paar Kilometer auf den Vestkappfelsen sind geteert aber einspurig mit wenigen Ausweichmöglichkeiten. Durch mehrmaliges Überschichten mit frischem Asphalt ist die Straße nun so hoch über der Wiese daneben, dass es unmöglich ist, eine Ausweichstelle zu "improvisieren". Zum Glück ist noch immer wenig Verkehr, auch wenn wir durchaus nicht allein am Kap waren. Das Wetter soll heute schlechter werden, aber wir haben Glück. Es ist nur ein wenig diesig und wir erleben das Vestkapp bei Windstille - das ist hier beinahe ein Ausnahmezustand - das Seegebiet vor uns (Stadhavet) ist berüchtigt und hat im Schnitt an 200 Tagen im Jahr stürmischen Wind.

Das Café am Kapp wurde offenbar kürzlich renoviert und ist sogar geöffnet. Auch beim dritten Besuch hat der Ort noch immer etwas faszinierendes - in eine Richtung der Blick ins Nichts (nächster Halt Nord-Schottland), in die andere Richtung die unglaubliche Insel- und Bergkulisse der gesamten Vestkappregion - schwer zu sagen, was jetzt mehr fasziniert.

Wir fahren noch weiter bis Måløy. Kurz nach unserer Ankunft auf dem schön gelegenen Campingplatz fängt es an zu regnen - ein perfekt genutzter Tag.


Morgenlicht auf Runde (04:46 Uhr)

Abreise mit ein paar weiteren Wohnmobilen

die Brücke zur Insel

noch eine Fähre

wir nähern uns dem Vestkapp

wir nähern uns dem Vestkapp

gleich da

am Vestkapp

am Vestkapp

am Vestkapp

am Vestkapp

am Vestkapp

am Vestkapp




Montag - 27.06.2022 - Måløy - Florø


weiter Richtung Bergen



Heute ist das Wetter wechselnd bewölkt. Wir nehmen ab Måløy die Fähre über den Nordfjord auf die Insel Bremangerlandet. Leider gibt es die Fährroute ab Smørhamn hinüber in Richtung Florø nicht mehr, sie wurde durch eine Strecke mit mehreren Tunneln (davon einer unter dem Meer) ersetzt. Einmal ist es schade um die wirklich spektakuläre Seestrecke, aber die neue Route hat auch sehr schöne Landschaften zu bieten. Aktuell gibt es Planungen auch die letzte Fähre der Route noch zu ersetzen durch eine Brückenanbindung. Der weitere Ausbau der Straßen an sich ist sicher ganz sinnvoll - die heutige Strecke ist auf längeren Teilstücken nicht wirklich zweispurig. Wir fahren noch bis Florø - es ist warm heute, die Shorts werden herausgeholt.


Murials in Måløy

Murials in Måløy

in Måløy

die nächste Fähre

Murials in Måløy

Küste bei Måløy

Küste bei Måløy

Küste bei Måløy

Küste bei Måløy

die Stromleitungen kündigen es an

in Norwegen recht normal - Schwerindustrie im Fjord

am Weg

... mit ausgebautem Parkplatz




Dienstag - 28.06.2022 - Florø - Fedje


abseits der Touristenstraßen



Wir folgen ab Florø heute der E39 landeinwärts und nach Süden bis in die Nähe von Bergen. Ab kurz vor Masfjord zweigen wir wieder in Richtung Küste ab und fahren zum Teil sehr kleine Straßen. Ausländische Touristen sind hier nicht oft zu sehen - eher schon Einheimische aus Bergen, die hier draußen wohnen oder ihr Wochenende verbringen. Die schmalen Straßen an sich sind nicht das Problem, die waren alle recht frisch geteert und in gutem Zustand. Schwierig eher, dass an den abgelegenen Küstenorten Norwegens immer noch Industrie angesiedelt ist - mindestens Fischverarbeitung oder in diesem Fall Werften und Terminals für die Offshore-Öl- und Gasindustrie. Damit begegnet man auf diesen Ministraßen auch großen (Auflieger-)Lastzügen, die ziemlich eilig unterwegs sind. Meistens passen wir aneinander vorbei, einmal muss ich rund 50m zurücksetzen.

Gegen 13:30 Uhr erreichen wir unversehrt den Fähranleger Servrøy. Von hier geht die Fähre auf die kleine Insel Fedje, auf die wir als Fußgänger (gratis) übersetzen. Wir erwandern die recht gut besiedelte Insel und schauen uns die moderne Lotsenstation in dem Gebiet eines (deutschen) Küstenforts aus dem 2. Weltkrieg an. Von hier aus wird der Verkehr nach Bergen gesteuert und auch der Lotsendienst koordiniert. Außerdem sind hier viele Häuser, die als Ferien- und Wochenend-Residenzen genutzt werden.

Wir sind aber aus einem anderen Grund hier: Wir besichtigen die Destillerie Feddie Ocean, die seit 2019 hier Whisky brennt und aktuell natürlich auch Gin und Aquavit produziert - schließlich werden sie erst ab etwa 2024 Whisky verkaufen können, vorher ist die Fassreife nicht abgeschlossen - so sind die Regeln. Wir haben eine sehr informative Führung mit einer norwegischen Gruppe - unser Guide ist auch Lehrerin an der Inselschule und kann uns einige Fragen zur Insel selbst beantworten. Sie sagt, wir sind ihre ersten nicht norwegisch-sprachigen Besucher. Wir sind gespannt, was wir von Feddie Ocean in der Zukunft noch hören werden, das zweijährige Destillat schmeckt jedenfalls ziemlich gut.

Nach der Rückkehr mit der Fähre zu unserem Auto suchen wir uns in der Gegend einen Wanderparkplatz, auf dem wir übernachten. Campingplätze gibt es hier nicht viele.


Spuren der alten Straße am Weg

Tunnelblick

Postkartenmotiv

Industrie an der Küste, wo man sie nicht vermutet

und zwar reichlich

Fähre muss sein

Fähranleger im Nirgendwo - mit Ladesäule

Fahrweg durch die Schären

die Insel Fedje

die Insel Fedje

die Insel Fedje

die Insel Fedje

im alten Küstenfort

im alten Küstenfort

Destillerie Feddie Ocean

Destillerie Feddie Ocean

Destillerie Feddie Ocean

Rückfahrt mit der Fähre im Abendlicht

Fedje im Abendlicht

Lotsenboot

Insel zu vermieten, mit Leuchtfeuer

Rückfahrt mit der Fähre im Abendlicht




Mittwoch - 29.06.2022 - Fedje - Lærdal


gen Oslo 1



Nach einer ruhigen Nacht machen wir noch einen Spaziergang bei unserem Wanderparkplatz und dann machen wir uns auf zu einer Fahretappe. In zwei Tagen müssen wir uns jetzt wieder der Stadt Oslo nähern, sonst verpassen wir unsere Fähre. Heute geht es über die E39 bis kurz vor Bergen. Dort erreichen wir die E16, die uns entlang der Bergenbahn bis Voss und weiter ins Sognefjordgebiet bringt. Entlang der Strecke sind viele lange Tunnel zu durchfahren, unter anderem der immer noch längste Straßentunnel der Welt, der 24,5 km lange Lærdalstunnel. In den langen Tunneln werden in jüngerer Zeit farbig beleuchtete Hallen oder Abschnitte eingebaut, damit die Fahrer etwas entspannen und nicht zu sehr den sprichwörtlichen Tunnelblick bekommen.

Kurz danach fahren wir in den Ort Lærdal und dort auf den Campingplatz. Diese Gegend ist deutlich touristischer als die vom Vortag und entsprechend mehr ist der Platz hier auch besucht. Es ist sommerlich warm und trocken.


und wieder - Industrie, wo man sie nicht erwartet

der eigentlich westlichste Punkt Norwegens (Festland) - unspektakulär

unterwegs auf der E16

unterwegs auf der E16

beleuchtete Hallen in langen Tunneln

beleuchtete Hallen in langen Tunneln




Donnerstag - 30.06.2022 - Lærdal - Sløvika


gen Oslo 2



Wir möchten uns im Laufe des heutigen Tages in die Nähe der Stadt Oslo begeben, damit wir entspannt morgen Mittag dort am Fähranleger aufkreuzen können. Von hier aus in Richtung Lædal gibt es ca. drei Routen. Wir haben uns entschieden, auf der Fv5 weiter dem Sognefjord zu folgen, um dann über Øvre Årdal und über Tyinkryssen die E16 (wieder) zu erreichen. Der Verkehr auf eben dieser E16 bis Lærdal war gestern etwas ermüdend, darum der kleine Umweg.

Leider kommen wir nur ca. 25km weit bis wir feststellen, dass die Passstrecke hinter Øvre Årdal wohl gesperrt ist. Also heißt es umkehren und den ganzen Weg nach Lærdal zurückfahren, um ab dort direkt die E16 zu nehmen. Das erste Teilstück fährt sich auch überraschend angenehm, es ist kaum Verkehr. Leider sind im weiteren Verlauf noch immer zahlreiche Baustellen und Neutrassierungen im Gange, so dass wir froh sind, nach dem üblichen Abstecher zum Outlet vom Hadeland Glassverk wieder auf dem uns wohlbekannten Platz am See in Sløvika einzutreffen, denn die Fahrerei war heute doch anstrengend.

Hier am See fällt uns auf, dass in der Region offenbar große Trockenheit herrscht (ganz im Gegensatz zur Westküste, wo das Frühjahr sehr nass war). Der Wasserspiegel des Sees ist extrem niedrig, so dass viel mehr "Strand" trocken liegt als normal. Es ist ungewohnt warm (ca. 25°C).


mit schwerem Gerät und Sprengstoff - Straßenbau in Norwegen




Freitag - 01.07.2022 - Sløvika - Fähranleger DFDS Oslo


gen Oslo 3



Heute morgen hat es begonnen, intensiv zu regnen. Die Natur braucht den Niederschlag dringend, für uns ist er ein wenig lästig beim Wasserwechsel und Toilette reinigen. Dann fahren wir gut eine Stunde bis zum Fähranleger. Auch in Oslo gibt es heftige und anhaltende Regenschauer und so fällt der Abschied von Norwegen heute nicht so schwer.

Das Fährschiff ist ziemlich voll, offenbar nehmen norwegische Familien die Gelegenheit zum kurzen Wochenendtrip nach Kopenhagen wahr.


Fährkatamaran in Oslo als Stilkopie der neuen Oper - vor der Oper

das Foto muss sein, Lieblingsmotiv im Oslofjord, heute ein nobles Restaurant




Samstag - 02.07.2022 - Fährhafen DFDS Kopenhagen - Müden (Örtze)


Fahretappe bis in die Südheide



Wir verlassen die Oslofähre als allererstes Fahrzeug, es gibt keinerlei Kontrollen. Allerdings kommt das Schiff nach aktuellem Fahrplan erst um 10:00 Uhr in Kopenhagen an (früher 9:00 Uhr). Wir sind gegen 12:00 Uhr in Rødbyhavn und können um 12:45 Uhr mitfahren. Nach dem Anlegen in Puttgarden ist natürlich ein Besuch im Bordershop fällig.

Gegen 15:00 Uhr geht es weiter in Richtung Süden. Bis 18:00 Uhr schaffen wir es ohne größere Staus nach Müden zu unserem Lieblingsplatz am Wildpark. Es ist warm und im Ort ist viel los. Man feiert das 1000-jährige Bestehen des Ortes.




über Brücken und durch Tunnel durch Dänemark




Samstag - 03.07.2022 - Müden - Eschborn


heimwärts



Nach einem gemütlichen Frühstück mit frischen Brötchen fahren wir die restlichen ca. 4 Stunden problemlos heim. Es ist heiß in Deutschland, das sind wir aktuell nicht gewohnt.

Die Norwegentour 2022 ist vorbei. Auch nach etlichen Norwegenreisen gibt es noch immer Neues zu entdecken. Anders diesmal war die Jahreszeit - wir waren sonst immer später im Sommer dort. Jetzt, über Mittsommer hinweg, waren die Tage auch südlich des Polarkreises besonders lang und wirkliche Dunkelheit in der Nacht haben wir überhaupt nicht erlebt. In den hohen Lagen gab es mehr Restschnee und der Boden war oft noch aufgeweicht von der Schneeschmelze. Wir konnten Brutvögel sehen, die in den anderen Jahren immer schon abgereist waren.

Wir sind auch in diesem Jahr wieder viel gefahren - 5.600 km insgesamt. Bei den aktuellen Preisen ist Diesel damit leider der teuerste Einzelposten bei den Reisekosten. In der Rückschau war unsere Entscheidung, die Reiseroute kurzfristig zu ändern und die Schleife über Schweden zu drehen, fast ein Anfängerfehler. Die im Wetterbericht angegebene hohe Regenwahrscheinlichkeit sagt wenig aus, wenn die vorhergesagte Regenmenge nur wenige Millimeter beträgt. In der Zeit, die wir an der Westküste unterwegs waren, sah die Vorhersage ganz ähnlich aus. Tatsächlich hatten wir nur einen einzigen Tag, der weitgehend verregnet war. Nun gut, wir haben auch die Tage in Schweden genutzt, um Neues zu erkunden, darum sind wir uns selbst nicht böse.