Freitag - 10.06.2022 - Eschborn - Lensahn


Anreise



Wir brechen gegen 9:00 Uhr auf und kommen bis Hannover gut durch, trotz starkem LKW-Verkehr. Zwischen Hannover und Soltau gibt es eine Vollsperrung auf der A7. Wir umfahren die Stelle über Celle und Bergen und sind ab Wietzendorf wieder auf der Autobahn. Der Raum Hamburg ist auf A7 und A1 wieder gut verstaut und so snd wir erst gegen 17:30 Uhr an unserem Lieblingsstellplatz am Waldschwimmbad in Lensahn. Wir gehen abends beim örtlichen Griechen essen und sind zeitig im Bett - morgen geht es früh los.



Samstag - 11.06.2022 - Lensahn - Fähranleger DFDS Kopenhagen


Anreise



Um 7:00 Uhr rollen wir vom Platz und nach kurzem Tankstop geht es zur Fähre in Puttgarden. Es ist wenig Verkehr und wir sind so zeitig dort, dass wir eine Abfahrt früher fahren (8:15 Uhr) als gebucht.

Nach einer ruhigen Fahrt geht es ab Rødbyhavn weiter. Wir fahren bis Kopenhagen und sind kurz nach 11:00 Uhr dort. Nach einem Spaziergang durch das neue Hafenviertel und zur Langen Linie (mit einigen Regentropfen) kehren wir zum Auto zurück und dürfen bald auf die Fähre rollen. Erstmal ist auf dem Autodeck nicht viel los. Im Passagierbereich ist allerdings deutlich mehr Leben als noch vor einem Jahr. Wir essen abends à la carte und haben eine ruhige Überfahrt.


im Hafenviertel hinter der Langen Linie in Kopenhagen

es liegen wieder Kreuzfahrer an der Langen Linie




Sonntag - 12.06.2022 - Fähranleger DFDS Oslo - Särna


Ostnorwegen



Zu Hause hatten wir unsere Rundreise grob geplant und nach dieser Planung hätten wir Oslo in Richtung Nordwesten verlassen und wären am ersten Tag bis Kaupanger am inneren Sognefjord gefahren. Ein Blick auf die Wetterprognose für die neue Woche zeigt uns aber, dass die Westküste sehr regnerisches Wetter erwartet. Das klingt nicht schön und so entscheiden wr ca. eine Stunde vor Landgang lieber in Richtung Schweden zu fahren, da dort besseres Wetter erwartet wird. Das Autodeck hat sich bei unserem mitternächtlichen Stop in Frederikshavn noch ganz gut gefüllt, aber wir kommen zügig von Bord. Zollkontrollen gibt es heute einmal keine.

Wir rollen also wie zuletzt vor fünf Jahren über E6 / Fv3 / Fv25 zur schwedischen Grenze und weiter auf der 311 am Fulufjell vorbei bis nach Särna. Der Ausbauzustand nicht nur der E6, sondern auch der Fv3 ist sicher die größte Veränderung der letzten 5 Jahre. Hinter Elverum ist aber wieder alles beim Alten - zweispurige Überlandstraßen wie fast überall in Skandinavien. Der Campingplatz in Särna ist uns gut bekannt, er liegt wunderschön oberhalb des Österdalälven, der hier wie ein großer See aussieht und mit Birkenwald umstanden ist. Es gibt einige Regenschauer, aber auch Sonne dazwischen. Es ist hier noch Vorsaison, die Belegung auf dem Platz ist überschaubar. Statt an der südnorwegischen Westküste sind wir also plötzlich in Mittelschweden - auch schön.


Willkommen in Norwegen - unterwegs nach Schweden

Österdalsälven bei Särna

die alte Kirche in Särna

die alte Kirche in Särna

Touristen vor der Kirche

Abendrot in Särna

Abendrot in Särna




Montag - 13.06.2022 - Särna - Orsa


Mittelschweden 1



Heute Morgen ist es noch schön, aber wir sind faul und brechen erst spät auf. Wir folgen der Straße 70 und damit dem Österdalälven in Richtung Siljansee. Einen Abstecher machen wir zur Staumauer des Trängsletdammen. Der Fluss wird hier zur Energiegewinnung aufgestaut. Es stellt sich heraus, dass am Damm gerade umfangreiche Renovierungsarbeiten stattfinden und so bleiben wir nicht lang. Unterwegs gibt es immer wieder Regenschauer, so dass wir unsere Wanderpläne absagen.

Zum Abend zieht es auf und wir genießen die Sonne auf dem First Camp in Orsa direkt am Siljansee. Der Platz ist riesig, aber aktuell nur zu max. 10% gefüllt.


Abflusskanal des Staudamms

Abflusskanal des Staudamms

Staudamm in Renovierung

Touristenandrang

standesgemäße Möbel auf einem Parkplatz

Postkartenmotiv am Siljan




Dienstag - 14.06.2022 - Orsa - Sundsvall


MIttelschweden 2



Wir stehen gemütlich auf und frühstücken draußen in der Sonne. Dann brechen wir auf in Richtung Ostküste und fahren über Mora und Falun bis kurz vor Gävle. Hier besuchen wir Mackmyra Village und bekommen (obwohl wir nicht angemeldet sind) eine Privattour. Die topmoderne Destillerie ist sehr interessant - viele Prozessschritte hat man von der Anordnung und vom Energieverbrauch her optimiert, als man die Destillerie in Turmform neu erbaut hat. Typisch schwedisch ist die Tour allerdings "trocken". Tastings gibt es nur in der Bar nebenan und gegen Extra-Geld.

Wir fahren weiter und folgen DER schwedischen Autobahn (E4) entlang der Küste nach Norden. Bei Sundsvall fahren wir auf eine vorgelagerte Insel (Alnön) zu einem kleinen Campingpllatz direkt am Wasser. Am Nachmittag gibt es einen Regenschauer, sonst ist schönes, meist sonniges Wetter.


moderne Destillerie von Mackmyra

moderne Schrotmühle (ich dachte immer, die gäbe es ausschließlich in rot)

Destille mit Aussicht

in Schottland stünde hier ein Spiritsafe




Mittwoch - 15.06.2022 - Sundsvall - Storuman


Mittelschweden 3



Nach einem gemütlichen Frühstück in der Sonne brechen wir heute auf in Richtung Nordwesten, wir verlassen also die Ostseeküste wieder und fahren ins Landesinnere. Einen Stop machen wir bei Nassåker, wo es neben dem örtlichen Flusskraftwerk im Lauf des Angermannsälven die dazugehörenden Wasserfälle und vor allem viele Felsritzungen zu bewundern gibt.

Unsere weitere Etappe durch Schwedens endlose Wälder und an Seen entlang führt uns über Åsele und Vilhelmina bis nach Storuman. Vor Vilhelmina stoßen wir dabei auf den Inlandsvägen (die E45). Morgen werden wir von hier aus der E12 in Richtung Norwegen folgen.


Touristen am Wasserfall

die Talsperre

Felsritzungen

Felsritzungen

touristisch gut erschlossen

der König war auch schon da

Fischfang mit Reuse

Felsritzungen

ein alter Bahnhof mit Lok und Wagen nebenan

Rentiere von rechts (rennend)

spät abends in Storuman

spät abends in Storuman




Donnerstag - 16.06.2022 - Storuman - Svenningdal


Mittelschweden 4



Die Nacht war kühl in Storuman und so frühstücken wir auch lieber drinnen. Wie geplant folgen wir ein Stück der E12 in Richtung Mo i Rana. Unterwegs gibt es leider massive Straßenbaustellen. Hier in Nordskandinavien heißt das meist viele Kilometer Schotterpiste und genau so kommt es auch heute. Die Grobschotterfahrbahn fährt sich extrem unangenehm und staubt meist auch heftig.

Hinter Slussfors zweigen wir dann auf Nebenstrecken ab und fahren viele Kilometer durch Wald und Hochfjell-Landschaften - leider einige davon wieder auf Schotter. An den höchsten Stellen liegen noch Schneereste - daneben treiben jetzt gerade erst die Bäume aus. Wir machen einen kleinen Spaziergang von einem Parkplatz zu einem der Seen/Flüsse - alles sehr sumpfig hier, aber wunderschön und einsam.

Der Weg führt uns durch das kleine Wintersportgebiet Kittelfjäll und später über die Grenze zurück nach Norwegen. Wir erreichen die E6 bei Trofors und kurze Zeit später sind wir dann auf unserem Campingplatz für diese Nacht. Hier in Svenningdal waren wir schon bei unserer 2021er Runde. Der Platz zwischen der alten E6 und dem Fluss liegt sehr schön und ist auch einen 2. Besuch wert.


die E12 als Baustelle - hier sieht sie noch recht gut aus

Nebenstraßen durch Lappland

Nebenstraßen durch Lappland

Spaziergang durch mooriges Land

alte Boote am Ufer - nebendran lag ein aktuelles

hier ist noch Frühjahr

hier ist noch Frühjahr - und noch nicht lange

Schafe von links

Licht und Farbe dieser Szene gibt kein Foto gut wieder




Weiter gehts zur Woche 2